Förderungen fürs Eigenheim
Den Traum von den eigenen vier Wänden haben die meisten Menschen irgendwann einmal, doch viele schreckt die hohe finanzielle Belastung und das damit verbundene Risiko ab. Ein eigenes Haus zu bauen ist natürlich mit einem großen Risiko verbunden – der Neubau eines Hauses oder der Kauf eines „gebrauchten“ Hauses kostet nun mal mindestens 200.000 – 300.000 Euro und das nur für die Standardausführung.
Solche Beträge hat nun mal nicht jeder in der Portokasse, entweder man muss jahre- bis jahrzentelang sparen oder man nimmt sich einen teuren Kredit auf. Hier muss jeder selber abwägen was ihm lieber ist, jahrzentelanges Sparen ist natürlich anstrengend und erfordert hohe Selbstdisziplin, die Aufnahme eines Kredites ist dagegen riskant. Bei einem Kredit sollte man auch immer bedenken, dass man viele Jahre lang eine hohe Ratenbelastung in Kauf nimmt und die Raten auch in finanziell schlechten Zeiten pünktlich zahlen muss, daher sollte man den Abschluss eines Kredites immer als letzte Variante in Erwägung ziehen.
Oftmals kommt man leider nicht umhin sich einen Kredit aufzunehmen – sei es das plötzlich ein zweites oder drittes Kinder unterwegs ist, oder jemand in der Familie pflegebedürftig wird. In solchen Fällen hat man natürlich nicht die nötige Zeit um Geld zu sparen – hier benötigt man sofort das Geld fürs Haus.
Für welchen Weg man sich letztendlich entscheidet ist natürlich jedem selber überlassen und kann teilweise auch nicht beeinflusst werden, oft bleibt einem wie gesagt keine andere Möglichkeit als einen Kreditvertrag abzuschließen. Was man jedoch in jedem Fall nutzen sollte, ist die Möglichkeit einer staatlichen Förderung. Hier gibt es viele Möglichkeiten sich vom Staat eine Unterstützung zu holen, wenn man es schlau anstellt kann man einiges an Geld sparen oder sich wieder zurückholen. Die Eigenheimzulage gibt zwar leider seit Anfang 2006 nicht mehr, doch es gibt noch immer jede Menge anderer Förderungen die man in Anspruch nehmen kann.
Barrierefrei Bauen
Die Unterschiede sind hier von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, allgemein gilt jedoch: Baut man sein Haus ökologisch oder modernisiert ein älteres Haus nach neuesten Umwelt- und Ökologiestandards so kann man mit ziemlicher Sicherheit mit einer Förderung rechnen. Ebenso haben Familien mit mindestens zwei Kindern gute Chancen auf staatlicher Unterstützung für den Bau eines Eigenheims. Auch barrierefreies Bauen mit Plattformlift oder Treppenlift wird staatlich gefördert.
Hat man ältere Menschen in der Familie und möchte, das diese zu einem ins neue Heim ziehen, kann man auch mit Unterstützung rechnen – Voraussetzung hierfür ist, dass ein eigener Wohnbereich und seniorengerechter Wohnraum geschaffen wird. Ein Sitzlift ist hier beispielsweise eine gute Investition. Hat jemand in der Familie eine Behinderung und wird das neue Heim behindertengerecht gebaut oder ein altes Haus dementsprechen saniert, so erhält man auch hier staatliche Förderungen. Was auch beachtet werden sollte, ist das es für die meisten Förderungen eine Einkommensgrenze nach unten sowie nach oben gibt die weder unter- noch überschritten werden darf. Sollte man diese Kriterien erfüllen, so sollte man die staatliche Förderung auf jeden Fall beantragen um die Kosten möglichst gering zu halten.
Vor allem wer für das Alter vorsorgen will, ist gut bedient, wenn von vornherein ein Treppenlift o.ä. in die Planung mit einbezogen wird. Ein eigenes Heim muss also nicht zwangsläufig nur ein Wunschtraum bleiben, investiert man genügend Zeit und Energie in die Planung und sieht sich nach den vielen Möglichkeiten einer staatlichen Finanzhilfe um, so kann aus dem Traum schnell Wirklichkeit werden.