Sonnenwärme aus Heizung und Wasserhahn – auch Nachts
Die Sonne. Das ist der Stern, der uns auf der Erde am nächsten ist. Als Gottheit in der antike verehrt werden der Sonne etliche besondere Kräfte zugesprochen. Auch ohne diese mythischen Kräfte hat der große Feuerball, der unseren Himmel erleuchtet enormen Einfluss auf unseren Planeten. Sie ist praktisch allein für das Klima auf der Erde verantwortlich, ihre Strahlung macht die pflanzliche Photosynthese möglich und schafft daher die Grundlage sämtlichen auf Sauerstoff basierten Lebens. Gleichzeitig sorgt sie für das Wachstum der Pflanzen und deckt auf diese Weise die Speisetafel der Natur. Wärme und Licht versorgen also das Leben auf dem blauen Planeten mit Energie, aber diese Energie ist auch anderweitig nutzbar.
Hightech für die Umwelt
Der Mensch hat durch seine technologischen Entwicklungen Möglichkeiten gefunden, aus Licht und Wärme Elektrizität zu erzeugen, aber auch, die Sonnenwärme als Heizungswärme wieder nutzbar zu machen. Derartige Technologien sind in einer Zeit der globalen Erwärmung durch eine Anhäufung von Kohlendioxid in der Erdatmosphäre unverzichtbare Waffen gegen den drohenden Klimakollaps. Sie bedienen sich der quasi unbegrenzt vorhandenen und kostenlosen Sonnenenergie, um warmes Wasser und warme Räume zu schaffen, wo andere Heizsysteme sich weitgehend auf die Nutzung fossiler Brennstoffe stützen, deren Verbrauch das gefürchtete CO2 freisetzt.
Damit die Sonnenwärme nicht nur dann genutzt werden kann, wenn die Sonne tatsächlich scheint, ist es notwendig, sie in irgendeiner Form speicherbar zu machen. Dies ist außer mit einem Zentralspeicher-System auch mit einem sogenannten Pufferspeicher möglich, der die Wärme der Solaranlage aufnimmt und erhält, damit immer dann Wärme bereit steht, wenn sie gebraucht wird, also zum Beispiel auch mitten in der Nacht, wenn die Sonne nicht scheint.
In Kombination mit anderen alternativen Heizsystemen wie beispielsweise Wärmepumpen lässt sich ein großer Beitrag für die Umwelt leisten, der auf längere Sicht durch die weitgehende Unabhängigkeit von Verbrauchsstoffen und somit von den herkömmlichen Heizenergiekosten auch ökonomische Vorteile bietet.
Die Anschaffung einer solchen Anlage lohnt zudem nicht ausschließlich für Neubauten, auch die Sanierung eines älteren Gebäudes kann sich vor dem Hintergrund der ständig steigenden bereits angesprochenen gewöhnlichen Energiekosten rentieren. Voraussetzung hierfür ist neben der wirtschaftlichen Sinnhaftigkeit die technische Machbarkeit am jeweiligen Objekt.
Wer bereits ein Niedrigenergiehaus besitzt, kann sich mittels einer solarthermischen Anlage aus Solarkollektoren und Pufferspeicher vollständig von konventionellen Heizsystemen distanzieren und komplett umweltfreundlich heizen.