Schutz vor überhitzten Räumen
Bei den derzeit hohen Temperaturen, kann man immer besser verstehen, warum man in südlichen Ländern die Siesta hält. Die Hitze legt einen komplett lahm – nicht nur Körper, sondern auch Geist und man kann sich bei 40 Grad in einem überhitzten Büro unterm Flachdach nur noch schlecht konzentrieren. Vor allem, wenn man nicht einmal mehr nachts zum Schlafen kommt, weil die Wohnung derart aufgeheizt ist.
Sonnenschutzfolien schirmen Wärme ab
Für die Überhitzung von Räumen und Kälteschutz im Winter gibt es deswegen Sonnenschutzfolien, die man an den Fensterscheiben anbringen kann. Stiftung Warentest hat in seiner Juni-Ausgabe etliche Sonnenschutzfolien verschiedener Anbieter genau unter die Lupe genommen. Und kommt zu dem Ergebnis: es gibt günstigere und effektivere Alternativen!
Am Besten ist es natürlich, direkt bei der Bauplanung an den Hitzeschutz zu denken, passende Überdachungen zu konstruieren, die Schatten spenden. Eingebaute Rolläden spenden im Sommer Schatten und halten die Wärme ab, im Winter dämmen sie und schirmen die Räume vor Kälte ab. Und nebenbei sind sie zugleich ein hilfreicher Einbrecherschutz. Wenn diese Faktoren zum Zeitpunkt der Hausplanung allerdings nicht berücksichtigt wurden, bleiben im Nachhinein nur Lösungen wie Sonnenschutzfolien.
Fenster im Sommer wie 1000-Watt-Heizlüfter
Auf ein zwei Quadratmeter großes Fenster prallt im Sommer die Sonne mit der Energie, wie sie ein 1000-Watt-Heizlüfter produzieren kann. Sonnenschutzfolien kämpfen tatsächlich dagegen an und verringern die Sonnenstrahlung oft um mehr als 80 Prozent. Sonnenschutzfolien sind aus mehreren Schichten zusammengesetzt, die zum Teil hauchdünn mit Metall besprüht sind, um die auftreffende Strahlung zu reflektieren. Allerdings bringen diese Schichten und Sonnenschutzfolien den Nachteil mit sich, dass sie die Räume dadurch gleichzeitig verdunkeln. Die Räume sind auch tagsüber schlecht mit Licht versorgt und schon bei einem leicht bewölkten Himmel kann es notwendig sein, das elektrische Licht anzuschalten. Dadurch verursachen sie zusätzliche Energiekosten im Sommer und im Winter enorme Heizkosten, weil sie die leichten Sonnenstrahlen samt ihrer Wärme komplett abschirmen.
Kompromisse müssen her
Ideal wären also wieder verwendbare Folien, die sich je nach Jahreszeit anbringen und entfernen lassen würden. So hätte man im Sommer den Schutz vor Wärme und Überhitzung in den Räumen, im Winter könnte man sie wieder abnehmen und die wenige Wärme und das wenige Licht erwünschterweise in die Räume dringen lassen. Es gibt Folien, die so etwas können, doch leider sind sie wenig effektiv.
Falls Sie sich dennoch für die Anbringung von Sonnenschutzfolien entscheiden, sollten sie sie zumindest von einem Profi anbringen lassen. In einem Test erzielten Laien nur mangelhafte Ergebnisse, was wiederum zu einer Effektivitätsminderung führte. Einen Fachmann damit zu beauftragen kostet zwar etwas, lohnt sich aber durchaus.