Warum wir zum Gärtner werden

Erst der fertige Garten gibt einem Haus eine richtige Seele. Ganz egal ob es sich um gepflegte Rasenflächen oder um den aufwendig gestalteten Garten mit Teich und Ziersträuchern handelt, die richtige Umgebung setzt das Haus perfekt in Szene. Aber nicht nur um das Grundstück zu einem Augenschmaus zu machen gärtnert man, sondern auch weil es uns gut tut und viel Freude bereitet.

Gerade jetzt im Sommer sieht man als Hobbygärtner wieder einmal, warum man im Frühjahr die viele Mühe auf sich genommen hat, den Garten herzurichten. Überall blüht es, Bienen und Libellen summen über dem Gras, während man Erdbeeren und Kirschen ernten kann. So macht der Garten viel Freude. Doch eigentlich ist er Beschäftigung für das ganze Jahr. Alles für den Garten zu tun, lohnt sich auch zu anderen Jahreszeiten.

Eine eigene Philosophie

Es gibt viele gute Gründe, sich dem Gärtnern zuzuwenden. Wie bereits erwähnt, macht ein schöner Garten das Haus erst komplett und auch der Ertrag an Obst und Gemüse ist ein schöner Nebeneffekt. Doch eigentlich ist der richtige Gärtner doch nur zufrieden, wenn er etwas zu tun hat. Der Mensch als Gärtner ist ein andauerndes Phänomen, denn wenn er still sitzt und der Garten beinahe perfekt scheint, ist er selten zufrieden. Lieber sät, jätet, pflanzt und erntet er. Das Gärtnern ist vor allem eine Art Meditation. Man vergisst den Alltag und versinkt vollkommen in einer anderen Welt, die nichts mehr mit dem Stress und den Sorgen gemein hat, die einen vor Kurzem noch gequält haben. Die Arbeit mit etwas Lebenden, Wachsenden sorgt für einen ganz anderen Bezug zur Natur. Man kann selbst etwas erschaffen, es hegen und pflegen, bis es schlussendlich zu einem großen Lebewesen wird. Der Erfolg im Garten ist etwas Konkretes und Greifbares, womit es einen Gegenpol zu den abstrakten Tätigkeiten im Berufsalltag bietet. Hier hat man auch die Möglichkeit seine eigene Kreativität auszuleben, etwas, das ansonsten oft nicht mehr möglich ist. Blumen, Sträucher und Bäume können genauso gepflanzt werden, wie man es sich wünscht. So kann man ein stimmiges Gesamtbild erzeugen, das die eigene Persönlichkeit widerspiegelt. Der Garten ist somit das große Gegengewicht zu all den Tätigkeiten, die wir zwar jeden Tag durchführen, die uns aber wenig geben. Die Arbeit im Garten sorgt aber auch dafür, dass man geduldig Rückschläge hinnehmen lernt und an Langmut gewinnt. Denn wenn das Wetter oder eine Schädlingsplage das mühsam Gesäte vernichtet, darf man nicht verzweifeln, sondern muss sich von Neuem daran machen, den Garten zu gestalten.

Mittwoch, 20. Juli 2011 - Benni - 0 Kommentare

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